Deutscher Reichstag - Widerstand gegen den Nationalsozialismus
   
  Momentaufnahmen eines Denkmals - erzählt von Andreas Donati




1933/45 - Widerstand

Das Reichstagsgebäude war schon längst nicht mehr Wirkungsstätte demokratischer Kräfte. Die erzwungene politische Gleichschaltung durch die nationalsozialistische Diktatur ließ den Geist der Freiheit in Deutschland erlöschen.
 
Der politische Niedergang Deutschlands spiegelte sich auch im Schicksal der demokratisch gewählten Abgeordneten nieder. Während die einen sich anpassten, entschlossen sich andere ins Ausland zu emigrieren. Die, die blieben mussten Repressalien, Demütigung ertragen oder gar den Gang in die Konzentrationslager antreten.
Eine Reihe ehemaliger Reichstagsab-geordneter wollte sich seinem Schicksal nicht ergeben und schloss sich der Widerstandsbewegung an.  Abgeordnete aus allen politischen Lagern verloren in der Haftanstalt Plötzensee ihr Leben.

Stellvertretend seien genannt (v. l. n. r.):

Paul Lejeune-Jung
(hingerichtet am 8.9.1944)

Julius Leber
(hingerichtet am 5.1.1945)

Eugen Bolz
(hingerichtet am 23.1.1945)

© Foto Donati
Hinrichtungsstätte in Plötzensee

Ermordete Reichstagsabgeordnete
Ermordete Reichstagsabgeordnete

Aber auch Abgeordnete, die sich nicht der Widerstandsbewegung anschlossen hatten, wurden von den Nazis als Staatsfeinde verfolgt und ermordet. In den Jahren 1933 bis 1945 wurden von dem NS-Regime 96 Reichstagsabgeordnete in Gefängnissen oder in Konzentrationslagern gefoltert und hingerichtet, auf offener Straße erschossen oder starben an den Folgen der Misshandlungen.

Walter Hammer hat in seiner Chronik "Hohes Haus in Henkers Hand" den ermordeten und gemarterten Abgeordneten der Weimarer Republik ein Denkmal gesetzt.


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Quellennachweis:
- Deutscher Bundestag - Reichstag Aspekte
- Deutscher Bundestag - Fragen an die deutsche Geschichte