Momentaufnahmen eines Denkmals - erzählt von Andreas Donati



27.2.1933 - Reichstagsbrand

Am 27.2.1933 abends, gegen 21.00-23.30 Uhr ging der Reichstag in Flammen auf. Besonders der Plenarsaal und angrenzende Räume waren betroffen, aber auch die
Kuppel wurde stark beschädigt.

Noch in der selben Nacht nahm die Polizei den Holländer Marinus van der Lubbe als Tatverdächtigen fest.

Da Brandfackeln und Teerpräparate sicher- gestellt wurden, gestand er bereits in den ersten Vernehmungen die Tat.
NSDAP-Führer Adolf Hitler, sowie seine Gefolgsleute Göring und Goebbels erschienen noch in der Brandnacht am Reichstag.

Historiker streiten noch heute, ob die Nationalsozialisten nicht selbst den Brand gelegt hatten, den im Folgenden profitierten sie maßgeblich.

Landesbildstelle Berlin
 Landesbildstelle Berlin


Reichstagsbrand 1933
Zigaretten-Sammelbild ca. 1935

Künftige Sitzungen des Deutschen Reichstages fanden fortan in der eilig hergerichteten Kroll-Oper statt, welche
dem Reichstag gegenüber lag.
Zu einem späteren Zeitpunkt wurde die Kuppel ausgebessert - unbeschädigte Räumlichkeiten, wie die Bibliothek, das Stenografenbüro und das Archiv wurden weiterhin genutzt.

Mit dem vermeintlichen Angriff auf das Symbol für Parlamentarismus und dem angeblich bei Lubbe gefundenen kommunistischen Flugblatt, hetzte Adolf Hitler gegen die Linken und Kommunisten und setzt nach einer Verhaftungswelle kurze Zeit später die "Notverordnung zum Schutze von Volk und Staat" durch.

Mittlerweile wurde das Todesurteil gegen Marinus van der Lubbe aufgehoben (10.01.2008).


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Quellennachweis:
- Michael S. Cullen - Der Reichstag, die Geschichte eines Monuments
- Verlag Burda - Die ersten fünfzig Jahre unseres XX. Jahrhunderts
- Deutscher Bundestag - Fragen an die deutsche Geschichte
- Deutscher Bundestag - Reichstag Aspekte